Bericht aus Sotschi: „Europa ist von Tollwut befallen”

Moskau ist der Ansicht, dass der Westen, insbesondere Europa, die globale Stabilität bedroht. Auf dem 22. Jahrestreffen des Waldai-Klubs in Sotschi wurde Europa von Analytikern und Politikern als „tollwütig, aggressiv und militant und daher gefährlich“ bezeichnet, während die USA neue Realitäten allmählich anerkennen. Gäste am zweiten Tag waren der russische Außenminister Sergej Lawrow und der Oberbürgermeister von Moskau, Sergej Sobjanin.

Botschafter a. D. György Varga: Mit falschen Argumenten gegen Budapest

Ein Gipfel in Budapest, um den Krieg in der Ukraine zu beenden? Polens Premierminister Donald Tusk lehnt das ab und verweist auf vergangene angebliche Völkerrechtsverstöße.
Der ungarische Botschafter a. D. György Varga, der 1994 das Budapester Memorandum diplomatisch begleitete, widerspricht dieser Darstellung. Seiner Ansicht nach liegen die wahren Ursachen des Konflikts in Entscheidungen, an denen Tusk und sein damaliger Außenminister persönlich beteiligt waren.

Lawrow: Vom Sowjet-Pullover zum EU-„Kinderkram“ – Über die Gespräche in Alaska und die Europäer

In einem Interview am Dienstag betonte Russlands Außenminister Sergej Lawrow, dass eine langfristige Friedensvereinbarung in der Ukraine nur möglich sei, wenn die Sicherheitsinteressen Russlands und die Rechte der russischen und russischsprachigen Bevölkerung vollständig geachtet würden. Er sieht die Vernachlässigung dieser Punkte als die eigentlichen Ursachen des Konflikts, die dringend gelöst werden müssten.